Krokusse im Garten: Sorten, Pflanzzeit und Pflege von Frühjahrs- bis Safrankrokus
Wer Krokusse kaufen und dauerhaft im Garten oder im Topf kultivieren möchte, sollte vor allem auf die Blütezeit, den Standort und einen wasserdurchlässigen Boden achten. Neben den bekannten Frühlingskrokussen gibt es auch Arten, die im Herbst blühen – darunter der Safrankrokus. Die mehrjährigen Pflanzen sind überwiegend winterhart, benötigen wenig Pflege und können sich an geeigneten Standorten mit der Zeit ausbreiten.
- Krokuszwiebeln oder Krokusknollen?
- Wann blühen Krokusse?
- 🤓 Was ist das Besondere am Safrankrokus?
- Wann sollte man Krokusse pflanzen?
- Welcher Standort ist für Krokusse geeignet?
- Sind Krokusse winterhart und robust?
- Vermehren sich Krokusse von selbst?
- Krokus-Samen oder Krokuszwiebeln kaufen?
- Worauf sollte man beim Kauf achten?
Krokuszwiebeln oder Krokusknollen?
Im Handel werden häufig Begriffe wie Krokuszwiebeln, Krokusse Zwiebeln oder Blumenzwiebeln verwendet. Botanisch handelt es sich beim Krokus jedoch nicht um eine echte Zwiebel, sondern um eine Sprossknolle, auch Kormus genannt.
Eine Zwiebel besteht überwiegend aus fleischigen Blattschuppen. Die kompakte Krokusknolle besteht dagegen aus verdicktem Sprossgewebe. Während der Vegetationsperiode bildet sich oberhalb der alten Knolle eine neue Knolle. Die ursprüngliche Knolle wird dabei nach und nach aufgebraucht. Zusätzlich können sich kleine Tochterknollen entwickeln, durch die sich der Bestand vergrößert.
Für den Einkauf werden dennoch beide Bezeichnungen verwendet. Wer nach Krokuszwiebeln kaufen sucht, findet daher in der Regel die richtigen Pflanzknollen.
Eine Auswahl geeigneter Krokus-Zwiebeln und Pflanzknollen lässt sich passend zur gewünschten Farbe, Sorte und Blütezeit zusammenstellen.
Wann blühen Krokusse?
Die meisten bekannten Gartenkrokusse blühen vom späten Winter bis in das Frühjahr. Daneben existiert eine kleinere Gruppe herbstblühender Arten. Je nach Art, Sorte, Witterung und Standort können sich die tatsächlichen Blütezeiten verschieben.
Frühjahrsblühende Krokusse
Frühlingskrokusse werden üblicherweise im Herbst gepflanzt.
Nach der winterlichen Ruhephase erscheinen ihre Blüten je nach Sorte häufig zwischen Februar und April. Zu den bekannten Frühjahrsarten gehören:
- Elfenkrokus beziehungsweise Crocus tommasinianus
- Frühlingskrokus, Crocus vernus
- Goldkrokus und daraus hervorgegangene Sorten
- verschiedene großblumige Garten- und sogenannte Holländische Krokusse
Herbstblühende Krokusse
Herbstkrokusse werden meist im Spätsommer gepflanzt und können noch im selben Herbst blühen. Zu den herbstblühenden Arten zählen unter anderem:
- Safrankrokus, Crocus sativus
- Prachtkrokus, Crocus speciosus
- Rosen-Herbst-Krokus, Crocus pulchellus
- Siebenbürger Herbst-Krokus, Crocus banaticus
- Pyrenäen-Herbst-Krokus, Crocus nudiflorus
Herbstblühende Krokusse dürfen nicht mit der Herbstzeitlosen verwechselt werden. Die Herbstzeitlose gehört zur Gattung Colchicum, ist kein echter Krokus und in allen Pflanzenteilen stark giftig. Ihre Blätter und Blüten sind meist deutlich größer als die von Krokussen.
🤓 Was ist das Besondere am Safrankrokus?
Der Safrankrokus, botanisch Crocus sativus, ist ein herbstblühender Krokus mit violetten Blüten. Aus seinen roten Narbenfäden wird das Gewürz Safran gewonnen.
Wer Safrankrokusse kaufen möchte, sollte ausdrücklich auf die botanische Bezeichnung Crocus sativus achten. Nicht jeder violette Herbstkrokus ist ein Gewürzsafran.
Der Safrankrokus benötigt einen warmen, sonnigen und sehr gut drainierten Standort. Winterliche Nässe ist ungünstig. In Regionen mit schweren oder lange feuchten Böden kann eine Kultur im Hochbeet, in einer geschützten Pflanzfläche oder in einem tiefen Gefäß sinnvoll sein.
Bei mehrjähriger Kultur vermehren sich die Pflanzen über Tochterknollen. Im professionellen Anbau werden Safranknollen häufig mehrere Jahre am selben Standort belassen und anschließend aufgenommen, sortiert und neu gepflanzt. Ein Zeitraum von etwa vier bis fünf Jahren ist dabei ein verbreitetes Anbausystem, stellt aber keine feste maximale Lebensdauer der Pflanze dar.
Wann sollte man Krokusse pflanzen?
Die Pflanzzeit richtet sich nach der Blütezeit.
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Frühlingsblühende Krokusse werden im Herbst gesetzt, bevor der Boden dauerhaft gefroren ist. Dadurch können sie die für ihren Austrieb notwendige winterliche Ruhephase durchlaufen.
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Herbstblühende Krokusse werden dagegen überwiegend im Spätsommer gepflanzt. Beim Safrankrokus ist eine Pflanzung gegen Ende des Sommers beziehungsweise zu Beginn des Herbstes üblich, damit er im Herbst austreiben und blühen kann.
Als allgemeine Regel für Blumenzwiebeln und Knollen gilt eine Pflanztiefe von etwa dem Zwei- bis Dreifachen ihrer eigenen Höhe. Krokusse werden je nach Größe und Art häufig ungefähr 8 bis 10 Zentimeter tief gesetzt. Zwischen den Knollen sollte ausreichend Platz für die Bildung von Tochterknollen bleiben.
Die Spitze beziehungsweise der erkennbare Austrieb zeigt nach oben. Anschließend wird das Pflanzloch mit lockerer Erde geschlossen. Bei bereits feuchtem Herbstboden ist zusätzliches Gießen häufig nicht notwendig. In trockener Erde hilft einmaliges Angießen, den Bodenschluss herzustellen.
Welcher Standort ist für Krokusse geeignet?
Die meisten Krokusse benötigen einen sonnigen bis hellen Standort. Besonders während des Austriebs und der Blüte sollte ausreichend Licht vorhanden sein. Frühjahrsblühende Arten können deshalb auch unter laubabwerfenden Gehölzen wachsen: Solange die Bäume und Sträucher noch unbelaubt sind, erreicht genügend Sonnenlicht den Boden.
Entscheidend ist ein durchlässiger Boden. Dauerhaft nasse, verdichtete oder schwere Erde begünstigt Fäulnis. Die meisten Arten wachsen besser in lockeren, mäßig nährstoffreichen Böden, aus denen überschüssiges Wasser schnell abfließen kann.
Geeignete Standorte sind beispielsweise:
- sonnige Beete und Rabatten
- Steingärten und Kiesgärten
- lichte Bereiche unter Laubgehölzen
- ausreichend durchlässige Rasenflächen
- Balkonkästen, Schalen und Pflanztöpfe
Eine Mulde, in der sich im Winter Wasser sammelt, ist dagegen ungeeignet.
Sind Krokusse winterhart und robust?
Viele verbreitete Gartenkrokusse gelten als winterhart und können ganzjährig im Boden bleiben. Auch der frühe Austrieb verträgt normalerweise winterliche Temperaturen. Die genaue Widerstandsfähigkeit hängt jedoch von Art, Sorte, Bodenfeuchtigkeit und Standort ab.
Problematischer als Frost ist häufig Staunässe. Eine Knolle kann in kaltem, dauerhaft feuchtem Boden faulen, obwohl die betreffende Sorte grundsätzlich winterhart ist.
Krokusse gelten insgesamt als pflegeleicht. Schäden können dennoch durch Mäuse, Eichhörnchen oder Vögel entstehen, die frisch gesetzte Knollen ausgraben oder an ihnen fressen. Bei gefährdeten Pflanzungen können ein engmaschiges Gitter oder ein geeigneter Pflanzkorb Schutz bieten.
Vermehren sich Krokusse von selbst?
Viele Krokusse bilden Tochterknollen. Aus einem einzelnen Pflanzplatz kann deshalb im Laufe der Jahre ein größerer Bestand entstehen. Wie schnell sich die Pflanzen vermehren, hängt von der Art und den Standortbedingungen ab.
Der Elfenkrokus ist für seine gute Verwilderungsfähigkeit bekannt. Crocus tommasinianus vermehrt sich sowohl über Tochterknollen als auch über Samen und kann mit der Zeit größere Blütenteppiche bilden.
Damit sich Krokusse langfristig erhalten können, darf das Laub nach der Blüte nicht sofort abgeschnitten werden. Die grünen Blätter versorgen die neu entstehende Knolle mit Energie. Erst wenn sie vollständig vergilbt und eingezogen sind, sollten sie entfernt oder abgemäht werden.
💡Bei Krokussen im Rasen kann dies ungefähr sechs Wochen nach der Blüte der Fall sein. Werden die Blätter regelmäßig zu früh entfernt, nimmt die Blühkraft ab. Die Pflanzen können dann trotz eines grundsätzlich geeigneten Standortes nach einigen Jahren verschwinden.
Krokus-Samen oder Krokuszwiebeln kaufen?
Die meisten Krokusse werden als Knollen angeboten und gepflanzt. Das ist für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner die einfachste Methode, weil eine ausreichend große Knolle häufig bereits in der folgenden Saison blühen kann.
Die Anzucht aus Krokus-Samen ist ebenfalls möglich, aber deutlich langwieriger. Bei geeigneten Arten werden reife Samen ausgesät und benötigen meist eine Kälteperiode. Bis zur ersten Blüte können mehrere Jahre vergehen. Außerdem sind aus Samen gezogene Pflanzen bei Sorten nicht zwingend mit der Mutterpflanze identisch.
Suchbegriffe wie Krokus Samen sollten deshalb nicht mit Pflanzknollen gleichgesetzt werden. Wer schnell eine verlässliche Blüte erhalten möchte, wählt normalerweise kräftige Knollen. Samen eignen sich eher für geduldige Pflanzenliebhaberinnen und Pflanzenliebhaber oder für die Vermehrung bestimmter Wildarten.
Beim Safrankrokus ist die Unterscheidung besonders wichtig: Crocus sativus ist steril und bildet keine nutzbaren Samen. Ein echter Safrankrokus wird ausschließlich vegetativ über Tochterknollen vermehrt.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Achten Sie beim Kauf auf feste, trockene und unbeschädigte Krokusknollen. Welche Sorte geeignet ist, hängt vor allem von der gewünschten Blütezeit und dem vorgesehenen Standort ab: Für naturnahe Pflanzungen und eine gute Verwilderung ist der Elfenkrokus eine passende Wahl. Großblumige Frühlingskrokusse eignen sich besonders für auffällige Blütengruppen in Beeten und Pflanzgefäßen. Wer im Herbst blühenden Gewürzsafran kultivieren möchte, sollte gezielt Crocus sativus wählen.
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