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Blaue und weiße Hortensien

Hortensien Pflege im Garten und Kübel

Hortensien (Hydrangea) gehören zu den beliebtesten Zierpflanzen und begeistern Hortensien-Liebhaber mit ihren großen, prachtvollen Blütenbällen oder tellerförmigen Blütenständen über viele Wochen. Es gibt zahlreiche Arten und Sorten – von der klassischen Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla) über Rispenhortensien (H. paniculata) und Schneeballhortensien (H. arborescens) bis zu Eichenblatt- (H. quercifolia) und Kletterhortensien (H. petiolaris). Trotz ihrer Vielfalt haben alle Hortensien ähnliche Ansprüche an Pflege und Standort. Im Folgenden finden Sie eine allgemeine Zusammenfassung der wichtigsten Pflegetipps – von saisonalen Arbeiten über Düngung und Schnitt bis hin zu Überwinterung, Vermehrung und Problemlösungen bei Krankheiten.

Standort und Boden

Hortensien gedeihen am besten an einem halbschattigen, geschützten Standort. Volle Mittagssonne sollte vermieden werden, da die Blätter sonst stark welken und verbrennen können. Im lichten Schatten fühlen sich Hortensien wohl und entwickeln kräftige Blüten – typische Plätze sind beispielsweise nord- oder westseitige Beete, Hausnähe oder unter lichten Gehölzen. Windgeschützte Lagen sind ideal, damit die großen Blätter nicht so schnell austrocknen.

Beim Boden bevorzugen Hortensien ein humusreiches, lockeres und feuchtes Substrat. Staunässe und verdichtete Böden vertragen sie hingegen schlecht. Wichtig ist ein leicht saurer pH-Wert um 4,5–6 – in normalem, schwach saurem Gartenboden kommen die meisten Hortensien gut zurecht. Zu kalkhaltiger Boden (pH über 7) führt oft zu Eisenmangel (Chlorose), kümmerlichem Wachstum und ausbleibenden Blüten. In solchen Fällen kann man Rhododendronerde oder Torf untermischen, um den Boden zu versauern.

Für Kübelhortensien gilt: Verwenden Sie von Anfang an ein geeignetes Substrat. Gewöhnliche Blumenerde ist oft zu alkalisch und versorgt die Pflanze nur kurz – auf Dauer bekommt die Hortensie darin gelbe Blätter und wächst schlecht. Besser ist Rhododendron- oder Hortensienerde, die den richtigen pH-Wert und genügend Humus bietet. Achten Sie bei Topfpflanzen auf gute Drainage (eine Schicht Blähton am Topfboden), damit überschüssiges Wasser abfließen kann und die Wurzeln nicht im Wasser stehen.

Rosa Hortensie im Garten

💚 Beates Tipp: Besonders blaue Hortensiensorten benötigen einen stark sauren Boden (pH ca. 4–5) und Aluminium im Boden, um ihre blaue Blütenfarbe zu halten. Wer blaue Hortensien möchte, sollte daher spezielle Hortensienerde verwenden und ggf. Alaun (Aluminiumdünger) zugeben.

Gießen (Wässerung)

Viel gießen lautet das Motto bei Hortensien – der botanische Name Hydrangea bedeutet nicht umsonst „Wassergefäß“. Hortensien haben einen hohen Wasserbedarf und reagieren auf Trockenheit schnell mit schlaffen Blättern und Blüten. Halten Sie das Substrat deshalb immer gleichmäßig feucht, insbesondere bei Topfhortensien. Diese können an heißen Sommertagen sogar zweimal täglich Wasser brauchen. Im Beet ausgepflanzte Hortensien kommen mit natürlichem Regen besser zurecht, doch auch sie sollten Sie in trockenen Phasen zusätzlich wässern.

Wichtig ist dabei die richtige Gießtechnik: Wässern Sie durchdringend, aber vermeiden Sie Staunässe. Geben Sie das Wasser portionsweise, damit es einsickern kann, anstatt alles auf einmal aufzuschütten. Prüfen Sie regelmäßig die Bodenfeuchte mit einem Wasseranzeiger: Besonders im Topf darf der Ballen niemals völlig austrocknen, da die Pflanze sonst bleibenden Schaden nehmen kann.

Verwenden Sie bevorzugt weiches Wasser (Regenwasser). Hartes Leitungswasser enthält viel Kalk, was den Boden-pH anhebt und auf Dauer zu gelben Blättern (Eisenchlorose) führen kann. Regenwasser ist für Hortensien ideal, da es kalkfrei ist. Falls Sie Leitungswasser benutzen, lassen Sie es am besten über Nacht stehen. 3 bis 5mal im Jahr können Sie dem abgestandenen Leitungswasser auch etwas Essig zugeben, um den Kalkgehalt stärker zu verringern. Alternativ können Sie Leitungswasser stets abkochen (beim Abkühlen fällt Kalk als Bodensatz aus) oder durch Verwendung eines entsprechenden Tischwasserfilters entkalken.

Ein Hinweis zum Gießen im Winter

Hortensien brauchen in der kalten Jahreszeit kaum Wasser. Im Freiland werden sie durch Niederschläge und die Ruhephase ausreichend versorgt. Lediglich immergrüne Hortensienarten oder frisch eingepflanzte Exemplare sollten an frostfreien Tagen gelegentlich etwas Wasser bekommen, damit sie nicht vertrocknen. Kübelhortensien, die draußen überwintern, können an milden Wintertagen leicht gegossen werden, wenn die Erde sehr trocken ist.

Bei im Haus überwinterten Topfhortensien kontrollieren Sie alle paar Wochen die Feuchte und halten den Ballen leicht feucht – niemals klatschnass, aber auch nicht staubtrocken.

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Düngen

Eine ausgewogene Nährstoffversorgung sorgt für üppige Blüten und gesundes Laub. Hortensien sollten vor allem mit Stickstoff (für das Wachstum), Phosphor (für Blütenbildung) und Kalium (für robuste Triebe und Winterhärte) versorgt werden. Viele Hortensiendünger enthalten zudem Eisen und andere Spurenelemente, um Chlorosen vorzubeugen.

Wann düngen?

Die Hauptdüngung erfolgt im Frühjahr. Geben Sie Ihren Hortensien im März oder April, sobald der Austrieb beginnt, eine erste Düngegabe. Im Garten reicht oft eine einmalige organische Düngung pro Jahr aus, z.B. Kompost oder organischer Volldünger um die Pflanze einarbeiten. Alternativ können Sie einen speziellen Hortensiendünger verwenden. Dieser ist idealerweise organisch oder organisch-mineralisch – rein mineralische Dünger wirken zwar schnell, können aber den Boden auf Dauer schädigen. Organische Dünger setzen Nährstoffe schonender frei und verbessern die Bodenstruktur.

Bei Topfhortensien ist der Nährstoffbedarf etwas höher: Hier sind zwei Düngegaben jährlich sinnvoll. Düngen Sie Kübelpflanzen erstmals im Frühjahr (etwa März/April) mit einem Langzeitdünger oder der Hauptportion Flüssigdünger. Eine zweite, kleinere Düngung kann im Frühsommer (Juni/Juli) erfolgen, damit die Pflanze für die anhaltende Blüte genug Kraft hat. Geben Sie z.B. noch ein Drittel der Frühjahrsmenge nach, vorzugsweise in Form eines kaliumbetonten organischen Düngers.

Rosa-blätterige Hortensie

💚 Beates Tipp: Ab August nicht mehr düngen! Spätestens Mitte August sollten Sie die Düngung einstellen. Spätere Düngergaben (vor allem mit viel Stickstoff) würden neues weiches Wachstum fördern, das bis zum Frost nicht ausreift und die Pflanze anfälliger für Kälteschäden macht. Kalium dagegen unterstützt die Zellfestigung – viele Hortensiendünger für den Spätsommer haben daher einen höheren Kaliumanteil, um die Winterhärte zu verbessern.

Womit düngen?

Bewährt haben sich Spezialdünger für Hortensien oder Rhododendren, da sie auf den Bedarf dieser Moorbeetpflanzen abgestimmt sind. Sie sind kalkarm und enthalten oft zusätzlich Eisen. Alternativ können Sie jeden organischen Azaleen- oder Rhododendrondünger nehmen. Auch Universaldünger lassen sich in geringer Dosierung verwenden, aber hier ist Vorsicht geboten: Überdüngung schadet Hortensien eher (Verbrennungsgefahr, Wachstumsstörungen). Halten Sie sich immer an die Herstellerempfehlungen. Organische Dünger (wie Hornspäne, Kompost, organische Handelsdünger) haben den Vorteil, dass sie die Nährstoffe langsam freisetzen und den Boden verbessern. Mineralische Flüssigdünger wirken schneller, müssen aber häufiger nachgegeben werden (z.B. alle 1–2 Wochen von Frühling bis Blühende, wenn man diese Methode wählt).

Sonderfall Blaufärbung

Wie erwähnt, beeinflussen der Boden-pH und das Aluminiumangebot die Blütenfarbe von Hydrangea macrophylla. Rosa Sorten werden unter pH 4–5 mit Alaunzugabe oft blau. Falls Sie dies wünschen, verwenden Sie einen speziellen Blaufärber (Aluminiumsulfat) oder einen „Dünger für blaue Hortensien“ gemäß Anleitung. Denken Sie daran, dass nur von Natur aus rosafarbene Sorten sich blau färben lassen – weiße und rote Sorten bleiben weitgehend farbstabil.

Rosa und blaue Blüte

Schneiden (Rückschnitt)

Beim Schnitt von Hortensien kommt es sehr darauf an, zu welcher Schnittgruppe die Art gehört. Ein falscher Schnittzeitpunkt kann dazu führen, dass im nächsten Jahr keine Blüten erscheinen. Grundsätzlich unterscheiden wir:

Schnittgruppe 1 (am vorjährigen Holz blühend)

Hierzu zählen Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) und verwandte Arten wie Tellerhortensien (H. serrata), Samt- oder Riesenblatthortensien (H. aspera, H. sargentiana) sowie Eichenblatt- und Kletterhortensien. Diese legen ihre Blütenknospen für das nächste Jahr bereits im Spätsommer/Herbst an. Ein kräftiger Rückschnitt im Herbst oder Frühjahr würde also die Blütenanlagen entfernen. Daher werden Hortensien der Schnittgruppe 1 nur wenig geschnitten. Entfernt werden im Frühjahr (Ende Februar/März) lediglich die verblühten Blütenstände direkt über dem ersten intakten Knospenpaar sowie abgestorbene oder erfrorene Triebe. Die Pflanze kann bei Bedarf leicht ausgelichtet werden, indem man sehr alte, verkahlte Zweige an der Basis herausnimmt. Ein radikaler Rückschnitt ist jedoch tabu, da er unweigerlich den Blütenflor der kommenden Saison kostet. Tipp: Die verwelkten Blüten der Bauernhortensie kann man auch über Winter dranlassen und erst im Frühjahr schneiden – sie dienen als Frostschutz (siehe oben).

Schnittgruppe 2 (am diesjährigen Holz blühend)

Hierunter fallen Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) und Schneeballhortensien (Hydrangea arborescens). Diese Arten bilden ihre Blütenknospen erst an den neuen Trieben im selben Jahr, tragen ihre Blüten also am frischen Austrieb. Deshalb kann man sie jedes Jahr kräftig zurückschneiden, ohne die Blüte zu gefährden. Der optimale Zeitpunkt ist ebenfalls das zeitige Frühjahr (Februar/März), bevor der Austrieb beginnt. Man kürzt alle Triebe um etwa ein Drittel bis zur Hälfte ein, bei Bedarf sogar bis auf 30 cm über dem Boden (besonders bei Schneeballhortensie ‘Annabelle’, die sonst durch riesige Blütenköpfe zum Umknicken neigt). Durch diesen kräftigen Rückschnitt bilden die Pflanzen im Frühjahr viele neue, starke Triebe und daran große Blüten. Hinweis: Auch hier ist ein Rückschnitt im Herbst möglich, gärtnerisch aber nicht notwendig – viele lassen die rispenförmigen Blütenstände den Winter über zur Zierde dran und schneiden im Frühjahr.

Schnitt-Ausnahmen

Neben Kletterhortensien (H. petiolaris), Eichenblatthortensien (H. quercifolia) benötigen auch manche Exoten generell keinen regelmäßigen Rückschnitt. Sie werden nur geschnitten, wenn sie zu groß werden oder in die Form gebracht werden sollen. Dann schneidet man direkt nach der Blüte oder bei Bedarf im Winter die zu langen Triebe ab. Immergrüne Hortensien (z.B. H. serratifolia, hierzulande selten) werden ebenfalls kaum geschnitten.

Generelle Schnitt-Tipps

Schneiden Sie Hortensien niemals im Spätherbst, da dies die Winterhärte mindert und bei Schnittgruppe 1 die Knospen entfernt. Der Frühjahrsrückschnitt sollte vor dem Neuaustrieb erfolgen, meist Ende Februar oder im März. Verwenden Sie eine scharfe, saubere Gartenschere, um Quetschungen zu vermeiden und Krankheitsübertragungen vorzubeugen. Entfernen Sie beim Schneiden auch gleich trockene, dünne oder kranke Zweige vollständig – so bleibt der Strauch vital. Wenn Sie unsicher sind, welcher Trieb Blüten tragen wird, schneiden Sie lieber vorsichtig weniger ab. Denken Sie daran, dass selbst verblühte braune Blüten in Wintermonaten noch zierend sein können und zudem als Isolierschutz dienen – es eilt also nicht, diese schon im Herbst zu entfernen.

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Hortensien im Garten vs. im Kübel – Unterschiede in der Pflege

Viele Hortensien lassen sich sowohl im Beet als auch im Topf kultivieren. Grundsätzlich gelten die meisten Pflegetipps in beiden Fällen, doch gibt es ein paar Unterschiede, die man beachten sollte.

Wasser- und Nährstoffversorgung

Hortensien im Topf haben ein begrenztes Erdvolumen, trocknen schneller aus und Nährstoffe sind rascher verbraucht. Daher müssen Topfpflanzen deutlich öfter gegossen und gedüngt werden als ihre Kollegen im Gartenboden. Im Sommer kann es nötig sein, Kübelhortensien täglich zu wässern, während ausgepflanzte Hortensien mit ihrem größeren Wurzelraum länger vorhalten und nur bei Trockenperioden zusätzliches Wasser brauchen. Auch düngen muss man Topfhortensien tendenziell häufiger: Sie sollten mindestens zweimal jährlich Dünger erhalten (Frühjahr und Frühsommer) oder während der Blütezeit alle 1–2 Wochen mit Flüssigdünger versorgt werden. Gartenhortensien genügen oft ein bis zwei organische Düngergaben pro Saison (z.B. im Frühjahr und evtl. eine leichte Nachdüngung im Juni).

Rose Hortensie im Kübel

Substrat und Boden

Bei Kübelkultur ist man voll für das Substrat verantwortlich: Verwenden Sie hochwertige Hortensien- oder Rhododendronerde (nährstoffreich, pH ca. 4.5–6). Normale Blumenerde sollte zumindest mit etwas Torf oder sauer wirkendem Düngemittel aufgebessert werden, da sie oft zu kalkhaltig ist. Topfhortensien sollten ca. alle 2–3 Jahre umgetopft werden (idealerweise im Frühjahr nach der Blüte), da das Substrat erschöpft und verdichtet. Dabei kann man gleich in einen größeren Topf umziehen, falls der alte durchwurzelt ist.

Überwinterung und Frost

Im Garten eingepflanzte Hortensien vertragen Kälte bis etwa –15 °C, teils auch darunter. Hier reicht meist ein einfacher Winterschutz (Mulchschicht etc., siehe oben). Kübelhortensien dagegen haben exponierte Wurzeln: Der Topfballen kann durchfrieren, wodurch die Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen können – die Pflanze vertrocknet dann trotz Kälte. Daher müssen Hortensien im Topf bei strengem Frost besonders geschützt werden: Entweder den Topf dick einpacken und an eine schützende Hauswand rücken oder die Pflanze in einen frostfreien, kühlen Innenraum stellen. Faustregel: Töpfe unter 30–35 cm Durchmesser besser frostfrei überwintern, größere Kübel sind etwas unempfindlicher. Auch sollten Topfhortensien im Winter nicht in Staunässe geraten – achten Sie auf einen Regen- und Schneeschutz für den Topf, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Wuchsgröße und Lebensdauer

Im Garten können Hortensien, vor allem Rispen- und Bauernhortensien, zu stattlichen Sträuchern von 1–2 m Höhe heranwachsen (je nach Sorte). Im Topf bleiben sie oft kleiner, was auch erwünscht ist. Beachten Sie aber, dass langjährige Kübelhortensien irgendwann an Substratmangel und Platzmangel leiden – dann sollten sie entweder in den Garten ausgepflanzt oder in sehr große Kübel (mit frischer Erde) umgesetzt werden. Generell können Hortensien im Topf viele Jahre alt werden, wenn die Versorgung stimmt. Besonders kompakte Sorten und Nachzüchtungen wie Endless Summer, Magical Four Seasons oder Zwergformen wie Little Fresco eignen sich gut für die Kübelhaltung, da sie auch bei Rückschnitt am neuen Holz zuverlässig blühen. Für den Winter empfehlen wir einen Schutz der Töpfe, zum Beispiel durch Schutzmatten aus Kokos oder Schafwolle , da die Wurzeln stärker der Kälte ausgesetzt sind.

Im Balkonkasten gedeihen Hortensien nur eine Saison lang, denn Balkonkästen bieten den Pflanzen zu wenig Platz für Wachstum. Da die Wurzeln nur von wenig Erde umgeben sind, werden sie zudem leicht durch Frost geschädigt. Doch auch als saisonale Balkonbepflanzung sind Hortensien ein Traum. Wählen Sie hierfür Hortensien in kleinen Töpfen (oft auch als „Zimmerhortensien“ bezeichnet). Als Pflanzgefäß bewähren sich Balkonkasten-Modelle mit integriertem Bewässerungssystem, wie der Lechuza Balconera: Er sorgt durch seinen Wasserspeicher für eine gleichmäßige Feuchtigkeitsversorgung – ideal für durstige Pflanzen wie Hortensien. Da das Substrat in Balkonkästen schneller austrocknet und man deshalb durch häufigeres Gießen Nährstoffe auswäscht, müssen Hortensien zusätzlich regelmäßig gedüngt werden. Bei der richtigen Pflege werden Ihnen Ihre Hortensien den ganzen Sommer über und bis in den Herbst hinein Freude bereiten.

Häufige Krankheiten und Vorbeugung

Hortensien gelten insgesamt als recht robust, doch auch sie bleiben von Krankheiten nicht völlig verschont – vor allem, wenn die Pflanze geschwächt ist oder ungünstig steht. Hier die häufigsten Probleme sowie Tipps zu deren Vorbeugung und Behandlung.

Echter Mehltau

Ein weit verbreiteter Pilz, der Hortensien bei warm-feuchter Witterung befallen kann. Erkennbar an weißlichem, mehligem Belag auf den Blattober- und -unterseiten. Befall breitet sich oft rasch aus.

Maßnahmen: Befallene Blätter/Triebe sofort entfernen und im Hausmüll entsorgen. Bei starkem Befall ein Fungizid einsetzen. Vorbeugend auf gute Belüftung achten (Pflanze auslichten, nicht zu dicht pflanzen) und Blätter möglichst trocken halten (nicht über Kopf gießen). Echter Mehltau überwintert an Pflanzenteilen – daher im Herbst sorgfältig Laub auflesen.

Falscher Mehltau

Ebenfalls ein Pilz, jedoch tritt er eher bei kühlem, sehr feuchtem Wetter auf. Er zeigt sich als grau-violette Flecken auf den Blattoberseiten, oft mit schimmelartigem Belag auf der Unterseite.

Maßnahmen: Ähnlich wie beim Echten Mehltau – befallene Teile entfernen, für trockeneres Mikroklima sorgen. Falscher Mehltau wird im Ziergarten seltener chemisch bekämpft; bei Bedarf spezielle Fungizide einsetzen.

Blattfleckenkrankheit (Pilzliche Blattflecken)

Hierbei erscheinen gelbliche bis braune Flecken auf den Blättern, oft mit dunklerem Rand oder Zentrum. Im Verlauf vergilbt das Blatt und fällt ab. Oft tritt dies bei hoher Feuchtigkeit und zugleich Nährstoffmangel auf.

Maßnahmen: Alle befallenen Blätter sofort entfernen (auch abgefallenes Laub entsorgen). Bei starkem Befall ggf. Fungizid spritzen. Vorbeugend für ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen sorgen und Hortensien regelmäßig etwas auslichten, damit die Blätter schneller abtrocknen. Außerdem auf ausgewogene Düngung achten, um Mangelstress zu vermeiden.

Grauschimmel (Botrytis)

Ein Pilz, der vor allem Blütenknospen und junge Triebe befällt. Sichtbar an einem grauen, flauschigen Belag und braunen, fauligen Stellen an Knospen und Blüten. Begünstigt durch kühles, nasses Wetter und stehende Feuchtigkeit (z.B., wenn verblühte Blüten lange nass bleiben).

Maßnahmen: Befallene Pflanzenteile großzügig entfernen und vernichten. Möglichst nicht über die Blüten gießen. In feuchten Perioden ggf. für mehr Luftzirkulation sorgen (auslichten). Fungizide können Botrytis bremsen, sind im Garten aber nur bei sehr wertvollen Pflanzen üblich.

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Chlorose (Gelbsucht)

Keine ansteckende Krankheit, sondern eine Mangelerscheinung: Die Blätter vergilben zwischen den Adern, oft zuerst junge Blätter, während Blattadern grün bleiben. Häufigste Ursache ist Eisenmangel aufgrund zu hohen pH-Werts (Kalküberschuss im Boden). Hortensien, besonders rosablühende, benötigen einen leicht sauren Boden; wenn dieser zu basisch ist, können sie vorhandenes Eisen nicht aufnehmen.

Maßnahmen: Boden-pH prüfen, ggf. durch Einarbeiten von Torf, Rindenhumus oder Rhododendronerde absenken. Einen Eisendünger (oder Blattdünger mit Eisenchelat) ausbringen, um den akuten Mangel zu beheben. Künftig kalkarmes Gießwasser verwenden und eventuell auf speziellen Hortensiendünger umsteigen, der Eisen enthält. Auch andere Nährstoffmängel (Stickstoff, Magnesium etc.) können Chlorose ähnliches Aussehen verursachen – hier hilft meist eine allgemeine Düngung mit einem Volldünger. Nicht überdüngen, das kann Pflanzen ebenfalls schwächen.

Wurzelfäule

Tritt auf, wenn Hortensien längere Zeit unter Wasser stehen (Staunässe). Übermäßige Nässe fördert bodenbürtige Pilze, welche die Wurzeln angreifen. Symptome sind schlappe, gelbliche Blätter trotz feuchter Erde; schließlich sterben Triebe ab. Im Topf kann ein muffiger Geruch aus der Erde auffallen.

Maßnahmen: Vorbeugend Staunässe vermeiden – immer für Drainage sorgen. Ist Wurzelfäule schon fortgeschritten, kommt meist jede Hilfe zu spät. Bei leichtem Befall eventuell die Hortensie sofort ausgraben bzw. aus dem Topf nehmen, alle schwarzen/faulen Wurzelteile entfernen und die Pflanze in frisches, gut drainierendes Substrat setzen. Oft erholt sich die Pflanze aber nicht mehr. Entsorgen Sie befallene Erde, um eine Ausbreitung der Pilze zu verhindern.

Schädlinge

Die häufigsten tierischen Schädlinge sind Blattläuse, Spinnmilben, Dickmaulrüssler und seltener Wollläuse.

  • Blattläuse besiedeln junge Triebe v.a. im Frühjahr – sie können Viren übertragen und verkrüppelte Blätter verursachen. Bekämpfung durch Abwaschen oder Spritzmittel.
  • Spinnmilben treten vor allem in Trockenperioden oder bei Zimmerhortensien im Winterquartier auf; hier hilft höhere Luftfeuchte und ggf. ein Akarizid.
  • Dickmaulrüssler (Käfer) knabbern nachts an Blättern (halbrunde Buchten an Blatträndern), ihre Larven fressen an Wurzeln. Man kann Käfer nachts absammeln oder spezielle Nematoden gegen die Larven ausbringen.
  • Wollläuse (Schmierläuse) erkennt man an watteartigen weißen Gespinsten und klebrigem Honigtau auf Blättern. Sie treten manchmal an geschwächten Kübelpflanzen auf. Kontrollieren Sie auch regelmäßig die Blattunterseiten Ihrer Pflanzen, denn neben der bekannten Hortensien-Wollschildlaus tritt immer häufiger auch die Australische Wollschildlaus auf. Letztere befällt nur die Blattunterseiten und wird dadurch leicht übersehen - oder erst bemerkt, wenn der Befall bereits stark ist. Bekämpfen Sie Wollläuse mit geeigneten Läusemitteln oder Alkoholtupfern bei kleinen Kolonien. Bitte beachten Sie: Ölhaltige Präparate helfen, müssen aber die Schädlinge direkt treffen und sollten bei heißem Wetter nicht gespritzt werden.

Generell gilt: Gesunde, kräftige Hortensien sind weniger anfällig. Vorbeugung ist die beste Medizin – also optimale Standortbedingungen, richtige Wasserversorgung und regelmäßige Kontrolle. In Samen-Schmitz Online-Shop finden Sie passende Erde, Dünger und Zubehör für die Hortensienpflege. Profitieren Sie von unserer langjährigen Expertise rund um Garten & Pflanzen – jetzt entdecken und Ihre Hortensien optimal versorgen!“