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Kressepflanze auf Tisch

Kresse aussäen, anbauen und ernten

Kresse gehört zu den unkompliziertesten Kräutern überhaupt – und überrascht dennoch immer wieder. Sie wächst schnell, benötigt kaum Pflege und bringt frische Würze in die Küche. Gerade deshalb eignet sie sich ideal für den Anbau auf der Fensterbank, dem Balkon oder im Garten.

Ob als Topping für Brote, in Salaten oder im Kräuterquark: Kresse lässt sich vielseitig verwenden und ist in wenigen Tagen erntereif – ideal für alle, die schnell frisches Grün ernten möchten.

Kresse aussäen und anbauen: Das Wichtigste in Kürze

  • Kresse kann ganzjährig im Haus und von März bis September im Freiland angebaut werden.
  • Kresse ist pflegeleicht und auch für Einsteigerinnen und Einsteiger gut geeignet.
  • Je nach Anbaumethode erfolgt die Ernte bereits nach fünf bis vierzehn Tagen.
  • Der Geschmack ist frisch, würzig und leicht scharf.
  • Besonders gut schmeckt Kresse als Topping auf Broten, in Kräuterquark oder in Smoothies. So können Sie sich ganz leicht die gesunden Vorteile der Kresse zunutze machen.
  • Neben der Gartenkresse gibt es weitere Pflanzen mit scharfem Aroma, etwa Brunnenkresse, Winterkresse und Kapuzinerkresse.

Was ist Kresse und was macht sie so besonders?

Die klassische Gartenkresse (Lepidium sativum) ist ein einjähriges Kraut mit zarten Blättern und einem angenehm würzig-scharfen Aroma. Sie enthält unter anderem Vitamin C sowie verschiedene Mineralstoffe und eignet sich hervorragend zur frischen Verwendung.

Innerhalb der Gartenkresse gibt es leichte Unterschiede: Je nach Sorte sind die Blätter etwas feiner oder größer ausgebildet. Großblättrige Varianten liefern meist höhere Schnittmengen und eignen sich besonders gut für die Ernte in größeren Portionen.

Kresse wird sehr jung geerntet und liefert damit frisches Grün zu einer Zeit, in der andere Kräuter oft noch nicht verfügbar sind. Besonders frisch geschnitten entfaltet sie ihr volles Aroma und verleiht einfachen Gerichten eine lebendige Note.

Löffel mit Kresse
Kresse eignet sich mit ihrem würzigen, leicht scharfen Geschmack ideal als Topping auf Broten oder in Smoothies.

Diese „Kressearten“ gibt es außerdem – und was sie geschmacklich verbindet

Der Begriff „Kresse“ bezeichnet botanisch keine einheitliche Pflanzengruppe. Zwar tragen verschiedene Pflanzen diesen Namen, sie gehören jedoch unterschiedlichen Gattungen und teilweise sogar verschiedenen Pflanzenfamilien an. Gemeinsam ist ihnen vor allem ihr würzig-scharfer Geschmack.

Die Gartenkresse (Lepidium sativum) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und wird meist als Keimling kultiviert. Auch die Brunnenkresse (Nasturtium officinale) zählt zu den Kreuzblütlern, wächst jedoch bevorzugt an feuchten Standorten. Ebenfalls zu dieser Familie gehört die Winterkresse, auch Barbarakraut (Barbarea vulgaris) genannt. Sie ist robuster, wird meist zweijährig kultiviert und kann – je nach Standort – auch in der kühleren Jahreszeit geerntet werden.

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) hingegen ist botanisch nicht verwandt und gehört zu den Kapuzinerkressengewächsen (Tropaeolaceae). Genutzt werden ihre Blätter und Blüten mit würzig-scharfem Geschmack; zudem lassen sich die unreifen Samenkapseln als Kapernersatz einlegen.

Der ähnliche Geschmack dieser Pflanzen ist kein Zufall: Viele enthalten Senfölglykoside, die beim Schneiden oder Kauen in aromatische Senföle umgewandelt werden und für die typische Frische und Schärfe sorgen. Wer Kresse mag, findet diese pikante Note auch bei Rucola, Asia-Salaten (Baby Leaf) oder Wasabi-Rauke wieder.

Diese Kressesorten gibt es

Bei Samen-Schmitz finden Sie eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Kressesamen. Egal ob als praktische Saatscheibe, in Bio-Qualität oder als Anzuchtset - Bei uns wird jeder fündig. Bestellen Sie sich noch heute Kressesamen und genießen Sie in Kürze Ihr selbstgezogenes Kräuterbeet. Neben den besonderen Sorten wie der großblättrigen Kresse oder der Winterkresse gibt es bei uns natürlich auch die klassischen Sorten wie die Gartenkresse und die Brunnenkresse zu kaufen. Mit diesem Mix erhalten Sie gut gedeihende Kressepflanzen für das ganze Jahr. So können Sie zum Beispiel Kräuterquark oder Ihr Frühstück mit selbstgezogener Kresse verfeinern. Bei der Kombination von Kresse-Sorten gibt es einiges zu beachten. Gartenkresse kombinieren Sie im Idealfall nur als Monokultur mit anderer Gartenkresse. Bei Sprossen und Microgreen-Kulturen können Sie auch verschiedene Saaten miteinander mischen. Es gilt lediglich zu beachten, Kresse nie nach Kreuzblütlern wie Kohlpflanzen oder Raps zu säen.

Kressepflanze
Die bekanntesten Kressesorten sind die Brunnen- und die Gartenkresse.

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Kressesamen aussäen Schritt-für-Schritt

Kresse lässt sich fast überall anbauen: im Garten, im Hochbeet, im Topf oder direkt in der Küche.

Standort und Untergrund

Kresse keimt auf vielen Untergründen, etwa auf Anzuchterde, speziellem Vliespapier oder unbehandeltem Küchenpapier. Wichtig ist ein sauberer, gleichmäßig feuchter Untergrund, um Schimmelbildung zu vermeiden. Kresse stellt nur geringe Ansprüche an das Licht; sowohl sonnige als auch halbschattige Plätze sind geeignet.

Aussaat und Keimung

Der Untergrund wird angefeuchtet, die Samen dicht, aber nicht übereinander ausgebracht. Kresse ist ein Lichtkeimer, deshalb werden die Samen nicht mit Erde bedeckt. Staunässe sollte vermieden werden. Bereits nach wenigen Tagen zeigen sich die Keimlinge.

Kresse richtig nachsäen – für eine kontinuierliche Ernte

Kresse wächst schnell, treibt nach der Ernte jedoch nicht erneut aus. Wer regelmäßig frische Kresse ernten möchte, sät daher am besten in kurzen Abständen nach. Bewährt hat sich eine gestaffelte Aussaat im Abstand von fünf bis sieben Tagen, besonders auf der Fensterbank.

Kresse auf Küchenpapier gesät
Kresse wächst selbst auf feuchtem Küchenpapier ganz hervorragend.

Kresse auf der Fensterbank anbauen

Auf der Fensterbank lässt sich Kresse besonders unkompliziert ziehen. Ein heller Platz genügt – direkte Sonne ist nicht zwingend nötig. Wichtig ist vor allem, dass der Untergrund gleichmäßig feucht bleibt. Da Kresse nur flach wurzelt, trocknet sie sonst schnell aus.

Im Winter kann es vorkommen, dass von der Fensterscheibe Kälte abstrahlt. Dadurch verzögert sich die Keimung etwas. Dann hilft es, die Schale leicht vom Glas abzurücken oder auf eine isolierende Unterlage zu stellen. Im Hochsommer wiederum sollte starke Mittagssonne vermieden werden, da der Untergrund sonst schnell austrocknet.

Ob in einer flachen Schale, in kleinen Töpfen oder in einer Keimschale: Die Anzucht gelingt problemlos. Als Unterlage eignen sich Anzuchterde, spezielles Vliespapier oder auch unbehandeltes Küchenpapier. Schon nach wenigen Tagen zeigen sich die ersten zarten Keimlinge.

Kresse auf blauem Teller
Durch ihre vielen Vitamine ist die Kresse ein absolutes Superfood und eine tolle Ergänzung zu Ihrer Ernährung.

Häufige Probleme beim Kresseanbau

Das häufigste Problem bei der Indoor-Anzucht ist Schimmel, verursacht durch zu viel Feuchtigkeit und mangelnde Luftzirkulation. Halten Sie den Untergrund gleichmäßig feucht, aber nicht nass, und sorgen Sie für einen hellen, luftigen Standort.

An sonnigen Fensterbänken kann Kresse hingegen schnell austrocknen. Deshalb ist regelmäßiges Nachfeuchten besonders wichtig.

Kresse im Haus oder im Freiland – was eignet sich besser?

Im Haus wächst Kresse besonders gleichmäßig und unabhängig von Jahreszeit und Witterung. Die Ernte erfolgt meist schon nach wenigen Tagen. Im Freiland benötigt sie etwas mehr Zeit, entwickelt dafür oft ein kräftigeres Aroma.

Eine Ausnahme bildet die Winterkresse (Barbarakraut): Sie ist deutlich robuster als Gartenkresse, eignet sich gut für den Anbau im Freiland und liefert – je nach Witterung – auch in der kühleren Jahreszeit frisches, würziges Grün.

Kresse anbauen mit Kindern – kleine Projekte mit großer Wirkung

Kresse eignet sich besonders gut, um Kinder behutsam an das Gärtnern heranzuführen. Die Samen keimen schnell, erste Ergebnisse sind bereits nach wenigen Tagen sichtbar, und der Pflegeaufwand ist überschaubar. Dadurch lassen sich grundlegende Zusammenhänge wie Keimung, Wasserbedarf und Licht anschaulich vermitteln – ganz ohne lange Wartezeiten.

Microgreens und Keimsprossen – kurz erklärt

Keimsprossen werden bereits wenige Tage nach der Keimung geerntet und meist mitsamt Wurzel verzehrt. Sie werden häufig in Sprossengläsern oder Keimschalen ohne Substrat kultiviert und regelmäßig gespült.

Microgreens wachsen in Substrat, bis sie erste Blätter ausbilden, und werden oberhalb des Substrats geschnitten. Sie benötigen Licht und werden in flachen Schalen auf Anzuchterde oder Vliespapier gezogen.

Welche Kulturform geeignet ist, hängt stark von der jeweiligen Pflanzenart ab. Ein Blick auf das Samentütchen ist daher immer empfehlenswert, da dort angegeben ist, ob eine Sorte für die Keimsprossen- oder Microgreen-Kultur vorgesehen ist. Kresse etwa wird zwar häufig zu den Sprossen gezählt, ist für klassische Sprossengläser jedoch nur bedingt geeignet, da sie dort aufgrund ihrer Schleimbildung und dichten Keimung schnell zu Schimmel neigt. Deutlich zuverlässiger lässt sie sich als Keimling oder Microgreen auf flachem Untergrund kultivieren.

Keimsprossen und Microgreens – würzige Vielfalt auf kleinem Raum

Auch bei Keimsprossen und Microgreens zeigt sich diese geschmackliche Bandbreite besonders deutlich. Neben Kresse sind hier etwa Radieschen, Rettich oder Senf beliebt. Sie werden ebenfalls sehr jung geerntet, keimen schnell und entwickeln ein intensiv-würziges Aroma.

Kresse pflegen, ernten und lagern

Kresse benötigt keinen Dünger. Wichtig sind gleichmäßige Feuchtigkeit und ein heller Standort. Geerntet wird mit einer sauberen Schere, sobald die Keimlinge etwa fünf bis sieben Zentimeter hoch sind. Am besten wird Kresse frisch verwendet. Kurzzeitig lässt sie sich im Kühlschrank aufbewahren, verliert jedoch schnell an Aroma.

Kressesamen kaufen – gut vorbereitet in die Aussaat

Hochwertiges Saatgut ist die Grundlage für gesunde, aromatische Kresse. Ob klassische Gartenkresse, robuste Winterkresse oder Saaten für Microgreens und Keimsprossen – eine sorgfältige Auswahl erleichtert den erfolgreichen Anbau. Gerne unterstützen wir Sie dabei mit fachkundiger Beratung, persönlich im Laden oder bequem online.

Neben der klassischen Gartenkresse führen wir auch großblättrige Sorten. Sie liefern einen höheren Gewichtsertrag und bleiben nach dem Schnitt meist länger frisch. Passendes Zubehör wie Keimschalen und Sprossengläser finden Sie ebenfalls bei uns – für eine unkomplizierte Anzucht zu Hause.

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