Aussaatkalender Oktober: Was können Sie säen und pflanzen?
Der Oktober lädt dazu ein, den Garten noch einmal richtig bewusst zu genießen – und zugleich für die kommende Saison vorzusorgen. Jetzt ist die Zeit, Beete aufzuräumen, Stauden zurückzuschneiden und empfindliche Pflanzen zu schützen. Doch auch die Aussaat im Oktober lohnt sich: Feldsalat, Spinat oder Winterportulak bringen frisches Grün, solange der Boden nicht gefroren ist. Besonders schön ist es, jetzt Blumenzwiebeln wie Tulpen oder Narzissen zu pflanzen – sie schenken im Frühjahr die ersten Farbtupfer nach der Winterruhe. Wer im Herbst aktiv wird, schafft Ordnung, freut sich über späte Ernte und legt die Basis für einen blühenden Start ins nächste Gartenjahr.
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- Aussaatkalender Oktober: Das Wichtigste im Überblick
- Diese Blumen können Sie im Oktober aussäen
- Blumenzwiebeln im Oktober pflanzen
- Das Kräuterbeet im Oktober
- Kräuter auf der Fensterbank im Herbst
- Salatsamen im Oktober aussäen
- Diese Gemüse können Sie im Oktober säen und pflanzen
- Gartenpflege im Oktober: das steht an
- Pflanzen im Oktober überwintern
- Pflanz- und Saatgut günstig kaufen bei Samen-Schmitz
Aussaatkalender Oktober: Das Wichtigste im Überblick
- Einige Blumensamen, Kräuter und Gemüsearten lassen sich noch aussäen.
- Blumenzwiebeln von Frühjahrsblühern wie Tulpen oder Narzissen sollten jetzt in die Erde, damit sie die notwendige Kältephase durchlaufen.
- Der Oktober ist zudem der Monat für Schnittarbeiten, da die Brutzeit der Vögel beendet ist. Auch Unkrautbekämpfung und Staudenschnitt stehen an.
- Außerdem wird es Zeit, sich um die Überwinterung empfindlicher Pflanzen zu kümmern.
Diese Blumen können Sie im Oktober aussäen
Viele zweijährige und mehrjährige Arten profitieren von einer frühen Aussaat im Herbst. Sie bilden kleine, robuste Blattrosetten, die gut überwintern und im Frühjahr besonders kräftig austreiben. Auch einige einjährige Pflanzen, deren Samen frosthart sind oder einen Kältereiz zur Keimung benötigen, lassen sich jetzt noch aussäen.
Einjährige: Kornblumen und Klatschmohn sind klassische Beispiele, die bei Herbstaussaat im nächsten Jahr früh und reich blühen.
Zweijährige und mehrjährige Stauden: Besonders geeignet sind Stockrosen, Fingerhut, Stiefmütterchen (Hornveilchen), Tausendschön (Bellis) und Vergissmeinnicht. Auch Schlüsselblumen, Kuhschellen, Stängelloser Enzian, Pfirsichblättrige Glockenblume, Wilde Karde, Silberdistel und Johanniskraut lassen sich jetzt aussäen und sorgen teils schon ab dem nächsten Jahr für eine natürliche Blütenfülle.
👉 Tipp: Schützen Sie junge Pflänzchen bei Bedarf mit einer dünnen Mulchschicht vor Frost.
Blumenzwiebeln im Oktober pflanzen
Der Oktober ist der Hauptmonat für das Setzen von Blumenzwiebeln. Frühjahrsblüher benötigen die Winterkälte, um im nächsten Jahr ihre volle Pracht zu entfalten.
- Für sonnige, trockene Standorte Tulpen, Hyazinthen und Zierlauch fühlen sich besonders wohl, wenn der Boden locker und gut durchlässig ist.
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Unter Sträuchern oder an halbschattigen Plätzen Narzissen, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Scilla und Schneeglanz gedeihen zuverlässig auch dort, wo der Boden im Sommer durch Laub leicht beschattet wird.
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Für frischere, etwas feuchtere Böden Anemonen und Lerchensporn (Corydalis) lieben humose Erde und wirken besonders natürlich in Staudenbeeten oder am Gehölzrand. Auch der Hundszahn (Erythronium) passt hierher – allerdings mit Unterschieden: Die Wildform (Erythronium dens-canis) bevorzugt frische bis feuchte Standorte im lichten Schatten, während viele Hybriden auch an sonnigeren Plätzen mit durchlässigem Boden gedeihen.
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Später blühende Arten (spätes Frühjahr bis früher Sommer) Die imposante Kaiserkrone oder hohe Zierlauch-Sorten setzen spektakuläre Akzente, wenn die frühe Frühlingsblüte bereits vorbei ist.
In der Regel wird eine Zwiebel doppelt so tief gesetzt, wie sie hoch ist. Kaiserkronen hingegen gehören etwa 20 cm tief in die Erde, hohe Zierlauch-Sorten 10–15 cm. Markieren Sie die Pflanzstellen, um sie beim späteren Umgraben nicht zu beschädigen.
💡 Beates Tipp: Kaiserkronen reagieren empfindlich, wenn ihre Zwiebeln im Wurzelraum bedrängt werden. Halten Sie daher ausreichend Abstand zu Sträuchern oder starkwurzelnden Stauden. In schweren, feuchten Böden oder in Regionen mit starken Regenfällen empfiehlt sich außerdem eine Drainageschicht aus grobem Kies. So wird Staunässe vermieden, die Zwiebeln faulen nicht. Verzichten Sie dabei unbedingt auf feinen Sand – dieser verdichtet sich im Laufe der Zeit, ähnlich wie beim Bau einer Sandburg.
Das Kräuterbeet im Oktober
Auch im Herbst können Sie das Kräuterbeet noch nutzen. Besonders Bärlauch eignet sich zur Aussaat: Er benötigt eine Kälteperiode - und etwas Geduld, denn bis zur ersten Ernte können drei bis vier Jahre vergehen. ⚠️ Wichtig: Säen Sie Bärlauch niemals in die Nähe von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen aus, da sich die Blätter leicht verwechseln lassen.
Kräuter auf der Fensterbank im Herbst
Nicht alle Kräuter sind für die Aussaat im Haus geeignet. Viele Arten ziehen sich im Herbst zurück oder benötigen einen Kältereiz zur Keimung. Dennoch gibt es einige bewährte Kandidaten:
- Basilikum (Lichtkeimer – Samen nicht mit Erde bedecken)
- Kresse (ebenfalls Lichtkeimer)
- Schnittlauch
Diese Arten lassen sich auch in der dunklen Jahreszeit gut kultivieren. Da die Tage immer kürzer werden, profitieren lichthungrige Kräuter von einer Pflanzenlampe oder einem Zimmergewächshaus mit LED-Beleuchtung.
Kräuter, die im Winter geerntet werden, brauchen keinen warmen Platz. Stehen sie über einer Heizung ist die Gefahr von Schädlingen größer. Ideal ist ein Fensterbrett in einem wenig beheizten Raum, etwa in der Küche. Achten Sie bei Frost darauf, dass die Pflanzen keine Zugluft abbekommen.
💡 Beates Tipp: Wenn Sie die Aussaat sauber und einfach gestalten möchten, greifen Sie zu Saatscheiben. Der Samenabstand ist bereits vorgegeben – das spart Arbeit und sorgt für gleichmäßige Ergebnisse.
Salatsamen im Oktober aussäen
Auch im Oktober lassen sich noch zahlreiche Salate säen, teils sogar für eine Ernte im selben Jahr:
- Winter-Kopfsalate („Maiwunder“, „Neusiedler Gelber Winter“)
- Winterkresse (Barbarakraut)
- Baby-Spinat und spätschießende Sorten wie „Monnopa“
- Babyleaf-Mangold
- Asia-Salate
- Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia) und Wasabi-Rauke (Diplotaxis erucoides)
- Löffelkraut
- Winterportulak
Unter Glas ist auch die Aussaat von Gartenmelde noch möglich. Alle genannten Arten profitieren von lockeren, durchlässigen Böden und einem Schutz durch Vlies oder Folie, der die Kulturen vor Frost bewahrt.
Diese Gemüse können Sie im Oktober säen und pflanzen
Neben Salaten lohnt sich auch die Aussaat von Gemüse im Oktober:
- Spinat (besonders spätschießende Sorten) und Mangold bringen frisches Grün bis in den Winter.
- Stängelkohl (Cimi di Rapa) – eine zarte Kohlart aus Italien, mit leicht bitterem, nussigen Geschmack.
- Knoblauch und Wintersteckzwiebeln werden im Herbst gesteckt und sind im Folgejahr erntereif. Zwiebelchen etwa 4 cm tief im Abstand von 8 cm setzen; Knoblauchzehen einzeln, 3–6 cm tief und am besten schräg, um Fäulnis zu vermeiden. Besonders günstig ist die Pflanzung von Knoblauch in Kombination mit Erdbeeren, da er die Erdbeerpflanzen vor einigen Krankheiten und Schädlingen schützt.
👉Beates Tipp: Vermeiden Sie eine Knoblauchkultur in unmittelbarer Nähe von Lauch, Zwiebeln oder Schnittlauch – sonst steigt die Gefahr eines Befalls mit der Lauchminierfliege.
Gartenpflege im Oktober: das steht an
Der Oktober ist vor allem ein Monat der Gartenpflege. Wichtig sind jetzt:
- Schnittmaßnahmen: Ab Oktober sind Hecken- und Baumschnitte wieder erlaubt, da die Brutzeit der Vögel beendet ist. Auch Stauden wie Rittersporn oder Iris profitieren von einem Rückschnitt.
- Unkrautentfernung: Wer jetzt gründlich jätet, reduziert die Verbreitung von Samen und hat im Frühling weniger zu tun. Unkräuter blühen zum Teil schon sehr früh nach dem Winter und verteilen danach erneut ihre Samen.
- Laub einsammeln: Entfernen Sie Laub von Rasenflächen, auf Beeten kann es dagegen als Frostschutz liegen bleiben.
- Reinigung von Töpfen und Werkzeug: Noch ist es warm genug, um Töpfe, Untersetzer und Geräte gründlich zu reinigen und zu desinfizieren. Das hilft dabei Pilze, Krankheitserreger und Schädlinge einzudämmen.
- Bodenpflege: Frischer Kompost stärkt den Boden für die nächste Saison.
Pflanzen im Oktober überwintern
Im Oktober wird es Zeit, die ersten Pflanzen hereinzuholen oder geschützt zu stellen:
- Exoten wie Wandelröschen, Engelstrompete oder Zylinderputzer benötigen frostfreie Plätze. Auch mediterrane Pflanzen wie Oliven, Zitrusfrüchte oder Oleander müssen ins Winterquartier.
- Kübelpflanzen können im Gewächshaus oder Wintergarten überwintern. Wichtig: Kontrollieren Sie sie vor dem Einräumen gründlich auf Schädlinge.
- Empfindliche Knollenpflanzen (z. B. Dahlien, Begonien, Blumenrohr) werden jetzt ausgegraben, getrocknet und frostfrei gelagert.
Wer keinen geschützten Raum hat, kann empfindlichere Arten im Freien durch Vlies, Jute, Schafwoll- oder Kokosmatten oder Noppenfolie schützen.
🌶 Tipp für Chili-Liebhaber
Wenn Ihre Pflanzen noch unreife Früchte tragen, können kleinfrüchtige Chilisorten ins Haus geholt werden – bei Zimmertemperatur reifen die Schoten nach. Bei großfrüchtigen Peperoni oder Paprika funktioniert das hingegen nicht zuverlässig. Kontrollieren Sie die Pflanzen während der Überwinterung regelmäßig auf Schädlingsbefall – besonders Blattläuse können sich bei warmen Bedingungen rasant vermehren.
Eine vollständige Überwinterung gelingt nur in kühlen, hellen Räumen oder im frostfreien Gewächshaus, ähnlich wie bei Oleander oder Zitrusfrüchten.
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